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Vasbeck

Auf dem kahlen Berge "Uhlenkirche" befand sich im 12. Jahrhundert eine befestigte Burg. Die erste Kirche stammte aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.

 

Der Ortsteil Vasbeck ist ein ruhiger, gemütlicher Ferienort am Rande des Naturparks Diemelsee. Ausgebaute Wanderwege, beheiztes Freibad, Mehrzweck-/Sporthalle (ca. 500 Plätze) mit Tennisfeld, Grillhütte, Schieß- und Sportanlage, Kindergarten, Kinderspielplatz und Gaststätten sorgen dafür, dass sich der Gast hier wohl fühlen kann.

Wie kam Vasbeck zur Schifffahrt?

Die Geschichte der Vasbecker Schifffahrt

 

Unser Bericht wäre unvollständig, wenn wir nicht auch von einer Begebenheit erzählen würden, die einstmals Vasbeck in ganz Waldeck und über seine Grenzen hinaus „berühmt“ gemacht hat. Wir meinen die auch heute noch bekannte Geschichte von der Vasbecker Schifffahrt.

 

Was war geschehen? In Vasbeck amtierte ein junger Pfarrer, der sich mühte, sein Pfarrgut zu bestellen, und dem es deshalb an Zeit fehlte, Sonntag für Sonntag eine neue Predigt auszuarbeiten. Da traf es sich gut, dass er in Bremen einen Bruder hatte, der ebenfalls Pfarrer war. Der erklärte sich bereit, dem Vasbecker Bruder jede Woche die eigene Predigt zu schicken. Eines Tages ist es eine Bußpredigt. Unserem Vasbecker Pfarrer ist das recht. Frohgemut und kampfesfreudig steigt er auf die Kanzel, seinen Pfarrkindern einmal tüchtig ins Gewissen zu reden. Anfänglich geht auch alles gut. Doch da! Der Pfarrer stockt. Erschrocken starrt er auf sein Manuskript. Da steht klar und deutlich: „Bremen, wo ist deine Schifffahrt? Hamburg, wo ist dein Handel?“

 

Nein, das kann er unmöglich sagen. Doch was soll er tun? Schon hebt sich in den Bänken da unten hier und da ein Kopf, schauen verwunderte Augen zu ihm empor. Der Pfarrer verliert die Fassung – noch zögert er, doch dann – mit dem Mute der Verzweiflung ruft er seiner erstaunten Gemeinde zu: „Vasbeck, wo ist diene Schifffahrt? Massenhausen, wo ist dein Handel?“ 

 

Das Unglück ist geschehen. Mit hochrotem Kopf verlässt der Pfarrer die Kanzel.

 

Die Vasbecker haben ihrem Pfarrer den Ausrutscher nicht weiter übel genommen. Im Gegenteil: Sie machten einen Witz daraus, was er ja auch war. Den großen Walmeteich, der als Feuerlöschteich diente und auf dem im Winter die Vasbecker Jugend Schlittschuh lief, nannten sie hinfort den „Hafen“ und in den Gaststätten wussten sie erstaunliche Dinge zu berichten von ihrer Flotte, die auf der Kleppe (einem kleinen Bächlein) herum gondelte.

 

Ja mehr noch, in der „Corbacher Zeitung“ war es üblich geworden, von der „Schifffahrts- und Hafenstadt Vasbeck“ zu berichten – und noch im Jahre 1949 gewann die Vöhler Handballmannschaft in Vasbeck einen Pokal, der mit einem Segelschiff geschmückt war. Als nun im Jahre 1974 wiederum der Wettbewerb um das schönere Dorf ausgeschrieben wurde, brachten die Vasbecker an den Ortseingängen Schilder in Form von Segelschiffen an – zum Zeichen, dass sie mitmachen wollten. 

 

So haben weit über ein Jahrhundert viele Menschen ihren Spaß an der Vasbecker Schifffahrt gehabt. Wir könnten uns vorstellen, dass der Herr Pfarrer mit dieser Wirkung seiner Predigt durchaus einverstanden gewesen wäre.

in der Ferienregion Diemelsee